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Donnerstag, Dezember 08, 2005

In Lutherische verlieben

"Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das vor vierzig Jahren zu Ende ging, hörte die Kirche auf, 'Garantin einer katholischen Parallelgesellschaft zu sein', der Katholik wurde 'ein freier Christenmensch', schreibt Matthias Dobrinski [in der Süddeutschen]. 'Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie radikal der Wandel ist. Das Latein ist weg, der Pfarrer schaut das Kirchenvolk an, am Karfreitag betet die Gemeinde nicht mehr für die treulosen Juden, und der Bischof warnt die katholische Jugend nicht mehr davor, sich in Lutherische zu verlieben.'" [Perlentaucher]

Ohne Worte.

3 Comments:

At 12/08/2005 03:43:00 nachm., Blogger bodenpersonal said...

wenn sich das mal vor augen führt, merkt man erst, wie sehr sich die kirche wirklich verändert hat, und dass sie nicht - wie viele meinen - immer noch wie im mittelalter funktioniert.

 
At 12/08/2005 11:54:00 nachm., Blogger Scipio said...

Ich musste an die beiden Interpretationsmöglichkeiten denken, die P. Kentenich nach dem Konzil der neuen Weltzugewandtheit der Kirche und der Katholiken zuschrieb: Die eine im Sinne von "Von Gott her, von Seinem Rückenwind getragen auf die Welt zugehen", die andere als "Sich von Gott abwenden, Ihm den Rücken zudrehen und stattdessen auf die Welt 'fokussiert' sein".

 
At 1/12/2006 11:38:00 nachm., Blogger credo said...

Viele schöne alte Dinge, die damals abgeschafft wurden, hätte man besser behalten sollen. Etwa den traditionellen Habib vierler Frauen-Orden. Im Vergleich zu der heute vielfach potthäßlich Einheitstracht sahen die Schwestern früher doch viel würdevoller aus. Es ist interessant, daß z.B. in den USA sich die traditionellen Orden, die meist noch die alte Tracht haben, sich vor Bewerberinnen kaum retten können, wogegen die modernisierten kaum mehr Nachwuchs bekommen.

Persönlich finde ich auch den Verzicht auf das Latein sehr schade. Ich bete selbst den Rosenkranz sehr gern in Latein. Der Klang dieser schönen Sprache ist allein schon eine spirituelle Erfahrung. Zu Ehren des Herrn nehme ich die kleine Mühe sehr gern auf mich!

Naja, und wenn der Priester sich der Gemeinde zuwendet und nicht dem Altar, frage ich mich schon manchmal, für wen die Messe eigentlich primär gefeiert wird: Für Jesus Christus, unseren Herrn, oder für die Gemeinde?

Naja, mir steht es natürlich nicht zu, diese Entwicklung zu kritisieren, weil ich nicht weiß, ob diese Entscheidungen Eingebungen des Heiligen Geistes waren oder eher weltlich-pratische Entscheidungen der Kardinäle von damals. Mein Bedauern äußere ich aber trotzdem.

 

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