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Donnerstag, Dezember 08, 2005

Die Mitte der Nacht

"Die Nachtzeit, deren Symbolik für die Erlösung des Menschen in vielen Liedern und Gebeten ausgedrückt wird, ist an Weihnachten durch die gedankenlosen Vorfeiern am Heiligen Abend eben zur Worthülse geworden. Es ist zudem ein klassisches Eigentor, dass in den nachmittäglichen Gottesdiensten bereits die Texte der Nacht verwendet werden können. So wird von der Kirche ihre eigene Botschaft und Symbolik ad absurdum geführt. Derlei Entwicklung ist für mich das Fieber einer tieferen Krise der Verkündigung.

Darüber zu klagen, dass in der Öffentlichkeit das Wissen um die christlichen Feste rapide schwindet oder mitunter schon ganz verloren erscheint, ist eine Sache. Die Kirche und deren Hirten müssen sich aber auch fragen, ob sie nicht selbst dazu beitragen, indem sie zu wenig auf eine stimmige Feier der Liturgie der Festzeiten und auf eine erhellende Katechese achten. Wie der Glaube gefeiert und wie darüber gesprochen wird, hat Auswirkungen auf den Glauben selbst."

Heinz Josef Algermissen, Bischof von Fulda, im Bonifatiusboten vom 11. Dezember 2005 [kath.net]

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