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Samstag, Januar 15, 2005

Noch ein Auszug aus besagter Chesterton-Morgenandacht: "So sind wir zum Beispiel gewohnt, viel Gutes über die Familie zu hören. Auch und gerade aus dem Mund von Pfarrern und Bischöfen. Die Familie fördere den Zusammenhalt, sie sei die Basis einer gesunden Gesellschaft. In ihr könne alles Gute und Schöne Gedeihen. Alles falsch, sagt Chesterton. Ein Christ müsse die Familie verteidigen, gerade weil sie kein Hort des Friedens, der Freundlichkeit und der Einmütigkeit sei. Die Familie ist gerade deshalb eine gute Institution, weil sie unbequem ist. Sie ist 'wie ein kleines Königsreich' – und wie dieses fast immer in einem Zustand der Anarchie. Wenn wir mit der Geburt in die Familie eintreten, betreten wir eine Welt, die unberechenbar ist, eine Welt, die ihre eigenen befremdlichen Gesetze hat, die wir nicht gemacht haben. 'Tante Elisabeth ist unvernünftig, genau wie der Mensch. Papa ist reizbar, genau wie der Mensch. Unser kleiner Bruder ist boshaft, genau wie der Mensch.' In der Familie lernen wir mit Menschen zu leben, die wir uns nicht ausgesucht haben. Die Familie ist alles andere als eine Gruppe von Gleichgesinnten. Hier stellen wir uns von Anfang an der Vielfalt des Menschen. Das Christentum hat an der uralten und primitiven Institution der Familie nicht gerüttelt. Den Nächsten lieben lernen – auch und gerade wenn er ganz und gar anders ist als man selbst, das muss man in der Familie."

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