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Mittwoch, September 21, 2005

Sklavinnen der Moderne

Mit dieser treffenden Überschrift versieht die FAZ einen Bericht von Paul Ingendaay über Prostitution in Spanien.
"Hin und wieder regt sich in der spanischen Öffentlichkeit Besorgnis, denn die qualitative Veränderung läßt sich nicht mehr ignorieren. Weil Spanien zu einer modernen Industrienation aufgestiegen ist, hat der käufliche Sex neue Züge angenommen und ist zur schmuddeligen Rückseite der Modernisierung selbst geworden. Entsprach die Prostitution der Franco-Zeit der stillschweigend praktizierten Doppelmoral einer nationalkatholischen Macho-Gesellschaft, die offiziell dem Idealbild von Mutter und Madonna huldigte, während sie heimlich den Lockungen der Hure nachgab, so stammen die Frauen, die heute in den Bordellen an Spaniens Landstraßen arbeiten, zu 98 Prozent aus Rumänien, Rußland, Nigeria, Äthiopien, Brasilien, Kolumbien oder Venezuela."

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