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Dienstag, September 13, 2005

Pietistische Maoisten

Der Soziologe Heinz Bude im Interview mit der Welt Gespräch mit der Zeitschrift Ästhetik & Kommunikation (Heft 129/130), in Auszügen abgedruckt in der Welt.
"Ich habe in Berlin dieses ganze Kapital-Kurs-Wesen mitgemacht. In Tübingen war ich der Gruppe internationaler Trotzkisten beigetreten. Und die Trotzkisten waren ja immer schon die FDP der Linken, von wo aus sich das Spektrum gut sortieren ließ. DKPisten rieche ich bis heute auf zehn Meter - wovon es gerade in der publizistischen Welt Westdeutschlands verdammt viele gibt. Die waren schon damals indiskutabel: Leute, die mit glühenden Augen Pablo Neruda lasen oder Peter Weiss' "Ästhetik des Widerstandes". Um Himmels Willen! Wenn Weiss, dann das Auschwitz-Stück oder die frühen Sachen, aber doch nicht die Ästhetik des Widerstandes und diese linke Erbauungsliteratur. Bei den Maoisten waren die Mädchen zwar immer sehr nett - aber insgesamt waren die mir wegen ihres pietistischen Eifers ebenfalls suspekt." [Perlentaucher]

1 Comments:

At 9/14/2005 12:49:00 nachm., Anonymous dilettantus in interrete said...

Aber wieso sagt man dann "Pietkong"??

 

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