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Donnerstag, Februar 10, 2005

Aus der Abteilung "Beten ist teuer": Seit geraumer Zeit besitze ich das Christuslob. Es handelt sich um ein vollständiges Stundenbuch, das den kompletten Jahreskreis, die geprägten Zeiten und die Gedenktage der Heiligen bietet. In der Praxis benutze ich es allerdings nicht, da ich kurz nach der Anschaffung den derzeit nicht lieferbaren vierten Band des Kleinen Stundenbuches (Gedenktage der Heiligen) antiquarisch beschaffen konnte.

Das Christuslob ist vor allem für die tätigen Frauenorden gedacht. Zum Beispiel ist es bei den Vinzentinerinnen im Gebrauch. Es enthält die Laudes mit Invitatorium, Mittagshore, Vesper und Komplet. Hingegen fehlt die Lesehore - wer diese Hore beten möchte, ist auf andere Stundenbücher angewiesen.

Der heute lieferbare Band ist die "Spezialausgabe", die das ursprüngliche Christuslob und den Ergänzungsband zusammenfasst. Aus Gründen der Kompatibilität - die Seitenzählung soll den gemeinsamen Gebrauch verschiedener Ausgaben erlauben - ist das Buch etwas unübersichtlich und daher gewöhnungsbedürftig.

Abstriche muss der Beter bei den angebotenen Eigentexten machen. So gibt es zum Beispiel auch für Sonntage und Hochfeste nur eine Vesper, eine geringere Auswahl an Antiphonen als im Kleinen Stundenbuch und weniger Eigentexte für Heiligengedenktage. Die Sonntagsorationen stehen zur Verfügung, die für die meisten Gedenktage hingegen nicht - sie müssen entweder dem Schott entnommen oder durch Commune-Orationen ersetzt werden.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist dennoch angemessen. Für 48 bis 50 Euro (je nach Ausgabe) erhält der Beter nicht nur ein komplettes Stundenbuch, mit dem er die wichtigsten Horen im ganzen Kirchenjahr feiern kann, sondern auch noch ein Antiphonale: Alle Hymnen und Antiphonen sind mit Noten versehen, der jeweilige Psalmton ist angegeben und alle Psalmtöne auf einem separaten Einlegeblatt abgedruckt.

Man kann also mit dem Christuslob - im Gegensatz zum großen Stundenbuch und dem daraus abgeleiteten Kleinen Stundenbuch - die Liturgia Horarum singen, wie es ihrer Eigenart entspricht. Zugegeben, für mich alleine singe ich nicht (es würde auch meine Familie stören, wenn ich um 6 Uhr früh das Invitatorium anstimmen würde), aber immerhin singen wir bereits ab und an die Komplet in der Gemeinde. Ein Anfang ist gemacht.

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