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Freitag, Dezember 03, 2004

Friedrich Wilhelm Graf heute im Feuilleton der NZZ unter der Überschrift Die Vervielfältigung Gottes über den Markt religiöser Möglichkeiten in Amerika: "Protestantische main line churches mit einem Wischiwaschigott haben in den letzten dreissig Jahren zunehmend an Glaubensmarktanteilen verloren. Auch bei den Katholiken sind die Harten, dogmatisch Entschiedenen die Gewinner. Auf die Pädophilie-Skandale hat die katholische Bischofskonferenz der USA soeben mit einer Moralisierungsoffensive reagiert. Angesichts der schnell wachsenden Zahl von Scheidungen bei kirchlich getrauten Katholiken werden demonstrativ die sakramentale Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe betont und Ehen gleichgeschlechtlicher Partner scharf verurteilt.

Man benötige wieder eine klare corporate identity, betonen die theologischen Marketingexperten eines neuen Kampfkatholizismus. In der Tat sind viele enttäuschte Katholiken zu charismatisch geprägten Pfingstkirchen übergewechselt, in denen harte Askese gelebt und innerweltlicher Erfolg prämiert wird. Über genaue Zahlen streiten die Experten. Aber immer mehr amerikanische Bürger gehören einer anderen Religionsgemeinschaft als bei ihrer Geburt an. Die ausgeprägte Konversionsbereitschaft verstärkt den Druck auf die konkurrierenden Anbieter, als effiziente, kundennahe Religionsdienstleister zu agieren."

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